Forschungsziel

Hierzu bedarf es eines weiterentwickelten Verständnis dessen, was Lebensqualität künftig bedeuten soll. Mehr als nur Wohlstand!? Dieser Dialog mit der Bürgerschaft fördert die Entwicklung einer bürgerbasierten gesamtkommunalen wie auch kleinräumigen Vision der eigenen Welt. Er bringt Vorstellungen zu Tage, die den Ausgangspunkt eines kollektiven Bildes von Lebensqualität und Zusammenleben bilden. Somit wird „Gesellschaft“ neu gedacht und mit allen Akteuren gemeinsam diskutiert. Die Bürgerschaft erhält die Möglich­keit, Vorstellungen, Präferenzen und Werte an die Verantwortlichen der Stadt rückzu­koppeln. Diese lassen sich in ein zu entwickelndes Leitbild, ein vorausschauendes Indikatorensystem und/oder in einen lokalen Lebensqualitätsreports einbinden. [1]

Größerer Entwicklungszusammenhang

Das Forschungsprojekt ist so konzipiert, dass die Co-forschende Bürgerschaft die Themen systematisch in einen größeren Bezugsrahmen stellen muss. D.h. einerseits zeitlich (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) als auch räumlich (globale Entwicklungen, Entwicklungen im näheren Umfeld (Land, Stadt, Region, Branche, Märkte) zu untersuchen oder zumindest zur Kenntnis zu bekommen/zu nehmen.

Kommunales Leitbild für eine zukünftige Entwicklung

Ein mögliches Ergebnis besteht darin, dass nachfolgende Forschungsfragen in einem Leitbild für die kommunale Zukunftsentwicklung mit themengebundenen Masterplänen eingehen:

  • Wie findet künftig das Leben in der Kommune statt?
  • Welche Stärken haben Gemeinden für das künftige Zusammenleben?
  • Wie lassen sich diese Stärken in eine kommunale Entwicklungsstrategie einbringen?

Die Fortschreibung dieses Prozesses/die Entwicklung von Mess-Indikatoren kann durch ein neu einzu­richtendes „Bürger-Netz-Werk“/eine Bürgerstiftung/eine Leitbildkommission/eine jährliche Bürgerversammlung o. ä. erfolgen.

[1] Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 2012, S. 317 ff.